Anschließend Gespräch mit Rollstuhlfahrern
Driss möchte eigentlich nur einen Stempel, der beweist, dass er sich um einen Job beworben hat. An der Stelle als Pfleger bei Philippe hat der junge Afrikaner, der gerade aus dem Gefängnis entlassen worden ist, keinerlei Interesse. Philippe ist seit einem Gleitschirmunfall vom Kopf abwärts gelähmt. Er ist reich, im Hof seines Pariser Stadthauses steht ein Masserati, er liebt die Kunst und ist genervt vom Mitleid seiner Umwelt. Deshalb engagiert er den Mann aus der Vorstadt, dessen lockere freche Art ihn fasziniert. Und zwischen den beiden ungleichen Männern entwickelt sich eine ganz besondere Freundschaft.
"Ziemlich beste Freunde" heißt der Film von Eric Toledano und Olivier Nakache, der die Geschichte von Philippe und Driss nach einer wahren Begebenheit erzählt. Die intelligente und emotionale Komödie begeistert das Publikum. In Frankreich sahen bereits fast 20 Millionen Zuschauer den Streifen, in Deutschland sind es mehr als 2 Millionen Kinobesucher.
Im anschließenden Gespräch geht es unter anderem um das Leben mit Behinderung, um Mitleid und ungezwungenes Miteinander von nicht Behinderten und Behinderten.
Mit dabei gewesen: Hennes Lübbering und Joachim Schermuly. Hennes Lübbering sitzt seit 40 Jahren im Rollstuhl. Bei einem Badeunfall verletzte er sich an der Halswirbelsäule. Er ist vielfacher Goldmedaillengewinner bei diversen Paralympics im Rennrollstuhl und "Erfinder" des Heidelberger Rollstuhlmarathons. Joachim Schermuly ist mit Behinderung geboren, spielte früher aktiv Rollstuhl-Basketball und ist 1. Vorsitzender des Vereins "Heidelberger Rollstuhlmarathon". Mit Gemeindeassistent Dominik Gehringer, Pfarrer Reinhard Kunkel und dem Publikum sprachen sie über den Film und ihre eigenen Erfahrungen. Moderiert wurde der Abend von Doris Steinbeißer.