2026

 

23. März: Augenblicke 2026

 
 
2026 erwarteten Sie zehn höchst unterschiedliche Kurzfilme. Zehn kleine Abenteuer, auf die Sie sich gefahrlos einlassen konnten – verdichtet, kreativ und immer überraschend. Sie bieten Gelegenheit zum Austausch und Gespräch über die Filme im Kino und darüber hinaus. Über folgende Links finden Sie Näheres zum Programm der Filme und den Trailer
 

26. Januar: Der Tod ist ein Arschloch

 
Gäste: Oliver Glaser (Bestattungshaus Heidelberg Kurz-Feuerstein), Dieter Hopf (Bestattungszubehör)
 
Der Film zeigt, welche Folgen es hat, dass der ehemalige Musikmanager Eric Wrede seine Berufung zum Bestatter entdeckt hat und dieser Berufung nachgeht. Man lernt ihn und sein Team bei der Arbeit kennen. Der Respekt vor dem Leben endet nicht mit dem Tod. Eine emotionale Mischung aus Kummer, Zuneigung und ungebrochenen Lebensfreude machen diese Szenen am Rande des Lebens nahbar und vielleicht auch glückserfüllt.
Wie kann die Angst vor dem Tod gewandelt werden? Wie kann angesichts des Todes Lebensfreude aufkommen? Auf was kommt es am Ende an? Warum wählt jemand so einen Beruf?
 

2025

 

10. November: AGENT OF HAPPINESS

 
Gast: Henrik Zimmermann (buddhistisches Zentrum HD)
 
Was passiert, wenn ein Staat Glück zur Staatsangelegenheit macht? - Der Staat Bhutan probiert das tatsächlich. Das Road-Movie begleitet die staatlichen Glücks-Gutachter, die den Erfolg evaluieren, über schmale Serpentinen in die Dörfer der Hochgebirgslandschaft.
Was stellen sich Menschen in Bhutan unter Glück vor? Woran machen sie Glück fest?
Trägt die Klimaneutralität von Bhutan zum Glück bei?
Werden die Glücksvorstellungen der Menschen auch von der örtlichen Religion beeinflusst?
Spielt der Buddhismus eine Rolle - wenn ja: Welche?
 
 

22. September: GOTT (Ferdinand von Schirach)

 
 
Gast: Ursula Bonnkoh (DGHS)
 
Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? In einem (fiktionalen) Ethikrat werden diese Fragen diskutiert an einem konkreten Fall:
Ein 78-jähriger, kerngesunder Mann will sein Leben durch ein Medikament mit Hilfe seiner Ärztin beenden.
Unter welchen Umständen darf man einem Menschen helfen, sich das Leben zu nehmen? Muss der Staat selbst bestimmtes Sterben ermöglichen? Soll Herr Gärtner das tödliche Medikament bekommen?
Wie ist die heutige Rechtslage?
Wie unterscheiden sich die Auffassungen von Kirchen, Religionen und DGHS?
 

19. Mai: Bonhoeffer

 
 
Gast: Pfarrer in Ruhe Prof. Dr. Michael Plathow
 
Bonhoeffer wurde im April 1943 verhaftet und 1945 wenige Wochen vor Kriegsende im Konzentrationslager Flossenbürg erhängt. Der Widerstandskämpfer und Theologe wurde 39 Jahre alt. Der Film zu seinem 80. Todestag ist sehr umstritten. Manche sagen, dass Bonhoeffers Theologie von Hoffnung strotzt und er ein unantastbarer Held ist, der mutig dem Antisemitismus die Stirn bot. Andere meinen, dass er heute von rechtskonservativen Kräften vereinnahmt wird.
Wieviel Historie steckt im Film? Wie wirkt der Film? Welche Botschaften will er vermitteln und welche kommen an?
 

27. Januar: Martin liest den Koran

 
Gast: Eyüp Besir (Korankenner)
 
Immer wieder liest Martin im Koran die Aufforderung zum bewaffneten Kampf gegen Ungläubige. Kurz vor der ultimativen Tat kommen ihm dennoch Zweifel. Er holt sich Rat bei einem Islamwissenschaftler. Wie liest dieser den Koran? Wie versteht er ihn? Welche Schlüsse zieht der Professor aus den gleichen Versen? Wie begründet er das? Kann er Martin überzeugen? Kann Martin eine andere Lesart des heiligen Buches zulassen?
 
 

2024

 

4. November: Jenseits von Schuld

 
Gast: Petra Schaab (Sozialdienst Katholischer Männer SKM Landkreis Karlsruhe)
 
Der Dokumentarfilm führt in die Welt von einem Elternpaar, dessen Sohn wegen Mordes inhaftiert wurde. Was macht diese Situation mit deren Partnerschaft und was verändert das sonst noch im Leben der Eltern? Wie schafft man es, mit ihm in Kontakt zu bleiben, sich aber auch abzugrenzen und ein lebenswertes Leben im Danach zu führen? - Aber auch: Wie gehen andere Angehörige von Strafgefangenen (Partner:innen, Kinder, ...) mit dieser Situation um? 
 

30. September: Jubiläum 20 Jahre Kirchenkino

Gast: Thomas Belke - Leiter der Mediathek Erzdiözese Freiburg
 
Fast 100 Filme haben wir inzwischen gezeigt. Zum Jubiläum zeigen wir den Lieblingsfilm unserer Gäste, welchen diese in einer Abstimmung ausgewählt haben. Lassen Sie sich überraschen und stoßen Sie mit uns an auf das Jubiläum!
Der Leiter der Mediathek der Erzdiözese Freiburg Thomas Belke ist unser Gast. Mit ihm kommen wir ins Gespräch darüber, welche Verbindungen es zwischen Filmen, Kirche und christlichem Glauben gibt. Warum geht Kirche ins Kino? Wie fordern sich beide Welten gegenseitig heraus? Zu welchen Früchten kann ein Dialog im Kino führen? Wie kann sich Kirchenkino zukünftig weiterentwickeln?
 

15. Juli: Ihr Jahrhundert - Frauen erzählen Geschichte

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gästin: Eva Mieger -  Doktorandin der Theologie
 
Frauen im Alter von 100 Jahren haben viel zu erzählen. In dem Dokumentarfilm dürfen wir einigen von ihnen aus Kuba, Israel, Österreich, Indien und der Türkei zuhören. Wie in einem Mosaik erscheint so ein Bild der Welt der letzten 100 Jahre bewusst aus der Sicht von Frauen.
Welchen Weg sind sie gegangen? Konnten sie ihre Träume verwirklichen? War in ihrem Leben Emanzipation möglich? Wie?
Und: Was sagt eine junge Studentin heute dazu, die ihr Leben noch vor sich hat? Was kann sie mit dem Leben der betagten Damen anfangen? Wie anders oder ähnlich stellt sie sich ihren Weg als Frau vor?
Solche und ähnlichen Fragen konnten wir im Anschluss an den Film mit Frau Mieger und unserem Publikum besprechen. 
 

13. Mai: Radical - Eine Klasse für sich


Gast: Joachim Rumold 
 
In einer Umwelt, die geprägt ist von Gewalt, Vernachlässigung und Korruption wundert es nicht, dass dort Schüler zu den schwächsten Schülern Mexikos zählen. Dennoch will ihr neuer Lehrer Sergio Juarez sie nicht aufgeben. Er sucht mit ihnen nach einem Weg aus der Perspektivlosigkeit. Mit viel Empathie erweckt er ihre Neugier und ihr Potenzial. Wird er unter ihnen Genies aufspüren? Im Lehrerzimmer allerdings stößt Sergios Vorgehen auf Unverständnis. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.
 
 

11. März: Augenblicke 2024

 
Die Sequenzen nehmen mit auf eine intensive emotionale Reise. Sie erzählen in nur wenigen Minuten mannigfaltige Geschichten. Sie waren eingeladen zu Perspektivwechseln und Pointen der besonderen Art.
 

22. Januar: Last Dance

 
Gast: Gerhard Sprakties - Altenseelsorger
 
In hohem Alter stirbt die Ehefrau. Die Kinder kümmern sich hervorragend um den Witwer und bereiten alle Eventualitäten vor. - Was aber passiert, wenn dieser sich an ein altes Versprechen an seine verstorbene Frau erinnert und diesem Leben verleiht? - Es zeigen sich Chancen, Verwicklungen und ungeahnte Wege für eine neue Lebendigkeit und Selbstbestimmtheit gerade im Alter - eine Chance auch für das Gespräch zwischen den Generationen.
 
Ist das eine Sondergeschichte oder liegen darin tatsächlich Chancen? Welche vielleicht viel kleineren Chancen gibt es in der alltäglichen Realität des Alterns? Welche inneren und äußeren Aufbrüche lohnen?
 

2023

 

20. November: Inspiration Antoni Gaudí in 3 D


 Gast: Thomas Unterholzner (3 D Fotograph)
 
Die prägende Gestalt des Jugendstils in Katalonien Antoni Gaudí hat uns den monumentalen Kirchenbau Sagrada Familia hinterlassen. Verständlich wird diese aber erst auf dem Hintergrund seines Schaffens als Landschaftsgärtner, Statiker, Stadtplaner, Designer, Zeichner und Visionär und seiner Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte.
 
Zusammen mit dem 3 D - Fotographen Thomas Unterholzner laden wir ein zu einem 3 D Rundgang zu seinen Werken in Barcelona. Wir dürfen sein Genie entdecken aber auch, wo er entrückt war.Thomas Unterholzner beschäftigt sich seit mehreren Jahrzehnten sowohl mit Antoni Gaudí als auch der 3 D - Fotographie.
 
Welche Botschaften stecken in Gaudí's Werken? Was rührt uns an? Was befremdet? Welche Bilder vom Menschen stecken dahinter? Wie setzt er sich mit seiner Zeitgeschichte auseinander?
 

18. September: 20.000 Arten von Bienen

Gast: Valerie Schnitzer
 
Konsequent aus der Sicht eines Trans-Kindes erzählt der Film der baskischen Drehbuchautorin und Regisseurin Estibaliz Urresola Solaguren die Wege zu dessen Comingout. Über diesen biografischen Zugang erschließt der Film ein aktuelles gesellschaftliches Thema, welches nicht zuletzt durch OutInChurch und den Synodalen Weg auch katholisch kirchliche Relevanz entwickelt hat. Der Trailer zum Film stellt gleich zu Beginn die Frage "Wieso bin ich so?" und die Oma antwortet: "Gott macht uns alle perfekt." Wie hält sich diese Zusage durch die Höhen und Tiefen des Filmes? Was sagen und tun andere? Wie findet sich die kindliche Hauptfigur zwischen den unterschiedlichen Stimmen zurecht?
 

10. Juli: The Whale

 
Gast: Marion Rung-Friebe (Adipositas Netzwerk Mannheim)
 
Vor langer Zeit distanzierte sich Charlie von seiner früheren Familie. Charlie stürzt in eine emotionale Krise und entwickelt eine Essstörung. Sein Gewicht steigt auf über 270 Kilogramm an. Trotz Erschwernissen behält er seine Stellung als Englischprofessor bei, die er von zu Hause aus ohne Webcam ausübt, denn er schämt sich für sein Äußeres. Dann entscheidet er sich, wieder Kontakt zu seiner 17-jährigen Tochter Ellie aufzunehmen. - Welche Arten von Adipositas gibt es über die im Film gezeigten hinaus? - Welche Strategien wählen Betroffene? - Wer oder was kann helfen?
 

15. Mai: Holy Spider

 
Gast: Bahare Beverungen
 
Die Journalistin Rahimi taucht in Untergründe der iranischen Heiligen Stadt Mashhad ein, um in einer Reihe von Frauenmorden zu recherchieren. Die örtlichen Behörden haben es aber gar nicht eilig. Ein Mann behauptet, die Stadt von ihren Sünden und Prostituierten zu zu reinigen. - Was hält die Öffentlichkeit von seiner göttlichen Mission? Was passiert, wenn Religion zur Staatsraison wird? Welche Bezüge gibt es zu den heutigen Entwicklungen im Iran?
 

27. März: Augenblicke 2023

 
Auch 2023 laden wir zu der Auswahl an Kurzfilmen vom Feinsten Augenblicke 2023 ein. Wie gewohnt präsentieren die Augenblicke eine große Vielfalt an Genres und Themen in 10 Kurzfilmen. Die Filme eröffnen ein Kaleidoskop an Anregungen, Anfragen, Fantasien, Alternativen, Verstörungen, Bildern und Perspektivwechsel.
 

23. Januar: Wo ist Gott?

 
Gast: Dr. Almut Rumstadt
 
Vier Menschen finden Gott in jeweils einer anderen Religion: im Christentum, im Islam, im Judentum und im Buddhismus. Die Regisseurin begleitet sie und versucht dabei die zentrale Frage zu klären, wie sie alle gelernt haben, sich selbst und andere zu lieben. 
Die Dokumentation öffnet die Fragen: Gibt es die eine wahre Religion? Welche Hilfen geben Religionen auf dem Weg zu Gott oder verbauen sie diesen Weg durch ihr Bodenpersonal? Welche Kriterien helfen bei der eigenen Suche? Woran können sich Suchende orientieren?
 

2022

 

7. November: Nicht ganz koscher - Göttliche Komödie!

 
Gast: Pfr. Klaus Müller (Beauftragter für Christlich jüdisches Gespräch der Badischen Landeskirche)
 
Um das Passahfest zu begehen, braucht es dringend einen weiteren gläubigen Juden Der findet sich im fernen New York. Ben (Luzer Twersky) bietet sich nicht ganz uneigennützig an um der altehrwürdigen Gemeinschaft aus der Klemme zu helfen. Er wird eingeflogen. Doch die Reise ist gespickt mit Pech, Pannen und neuen ungeahnten Entdeckungen. Mitten in der Wüste Sinai, aus dem Bus geworfen, findet ihn der mürrische und wortkarge Beduine Adel (Haitham Omari) - eine letzte Hoffnung des ultraorthodoxen Ben?
Was müssen Religionen heute tun, um ihr Erbe heute aufrecht zu erhalten? Welches Erbe lohnt es sich aufrecht zu erhalten? Welche Chancen liegen im Kontakt mit andern Religionen? Wo bleiben dabei Gott und Menschen?
 

26. September: Wie im echten Leben

 
Gast: Uwe Terhorst katholische Arbeitnehmerseelsorge KAB 
 
Schriftstellerin Marianne (Juliette Binoche) arbeitet an einem neuen Buch über Menschen, die gerade genug zum Überleben verdienen und dennoch die Welt am Laufen halten. Also gibt sie sich im Jobcenter als arbeitslose, geschiedene Frau aus, die verzweifelt auf der Suche nach einem Job ist ... . Wie gibt sie solchen Menschen ein Gesicht? Welche Nebenwirkungen hat eine Wirtschaft, die "tötet", wie es Papst Franziskus ausgedrückt hat? Wie wird dort Solidarität gelebt? Wie gehen wir mit Menschen z.B. im Reinigungsgewerbe um?
 

11. Juli: Glück auf einer Skala von 1 bis 10

 
Gast: Ernst Fritz-Schubert
 
Ist ein Unfall Eine gute Gelegenheit neue Menschen kennen zu lernen? In diesem Fall ja! Wie? Das erzählt unser Roadmovie. Der Film führt mit viel Humor in eine außergewöhnliche Freundschaft, die mit Vorurteilen gründlich aufräumt, und vor allem eines feiert: das Leben an sich - und dies immer mit einem Leichenwagen im Gepäck ...
 
Wie kann Glück im Leben angesichts eines Leichenwagens gefeiert werden? - Wie geht Freundschaft? - Wie trägt sie zum Glück bei? - Welche Botschaften fürs Leben liegen verborgen?
 
Über solche und ähnliche Fragen waren wir im Anschluss mit unserem Gast Ernst Fritz-Schubert (Förderer des Schulfaches Glück) und Ihnen im Kino im Gespräch.
 

23. Mai: Vier Sterne plus ****

 
Gast: Rüdiger Burger – GRN-Klinikverbund
 
Der Dokumentarfilm zeigt den visionären Plan des Geschäftsführers David-Ruben Thies eines kleinen Krankenhauses in Thüringen: Aus dem Krankenhaus wird ein Patientenhotel mit Bio-Essen am Kaminfeuer gleichermaßen für Privat- und Kassenpatienten, sowie beste Arbeitsbedingungen für das Personal. Dieses Patientenhotel ist nicht nur eine Utopie im Kopf, sondern wird ernsthaft von David-Ruben Thies geplant und setzt neue Maßstäbe im Gesundheitswesen. 
 

14. März: Augenblicke 2022

 
Auch im 30. Jahr bieten die Augenblicke 2022 wieder eine Auswahl an Kurzfilmen vom Feinsten. Wie gewohnt präsentieren sie eine große Vielfalt an Genres und Themen in 11 Kurzfilmen. So eröffnen die Filme ein Kaleidoskop an Anregungen, Anfragen, Fantasien, Alternativen, Verstörungen, Bildern und Denkhorizonten.
 

24. Januar: Der Rausch

 
Gast: Dr. med. Sven-E Seilkopf (Arzt für Psychiatrie und Suchtmedizin)
 
Der Film "Der Rausch" führt hinein in ein Experiment von drei frustrierten Lehrern, zu dem sie sich durch eine Promille-Theorie ermutigt sehen. Ein konstanter Alkoholspiegel von 0,5 Promille soll ihnen und den Schülern wieder mehr Spaß am Unterricht bescheren. Anfangs gelingt das. Wie es weiter geht, zeigt der Film.
 
Danach kamen wir mit unserem Gast Dr. med. Sven-E Seilkopf (Arzt für Psychiatrie und Suchtmedizin) über dieses riskante Experiment ins Gespräch.
 

2021

 

12. Dezember: Kleines Filmset - Großes Kino – Die Weihnachtsgeschichte mit Egli-Figuren

 
Gast: Elke Noeske und Regisseur und Produzent Gerhard Stahl
 
Das Ferdinand-Schmid-Haus in Ketsch wird immer wieder zum Filmstudio. Mit Egli-Figuren als Darsteller entstehen dort Filme zu vielen Biblischen Geschichten. Es sind kleine Kunstwerke für Alt und Jung. Mehr als 100 solche Figuren hat Elke Noeske in den vergangenen 25 Jahren geschaffen. Gemeinsam mit dem Filmteam setzt sie diese in immer neuen Rollen in Szene. In unserer Matinee zeigen wir im Central-Kino die „Weihnachtsgeschichte“. Danach berichten Elke Noeske und der Regisseur und Produzent Gerhard Stahl über das „Making of“.
 

15. November: Die Köchin des Kommandanten - zwei Wege nach Auschwitz

 
Gast: Karen Strobel, Gerald Sander
 
Zwei ungleiche Menschen begegnen sich 1942 im KZ Auschwitz: Rudolf Höß (Herr über Leben und Tod von Millionen) und Sophie Stippel (seine Köchin). Beide kennen sich aus ihrer Jugend in Mannheim. Sophie Stippel ist als Zeugin Jehovas seit April 1938 in Konzentrationslagern inhaftiert. Der Dokumentarfilm des Mannheimer Marchivum begleitet den Enkel von Sophie Stippel, Gerald Sander, bei der Spurensuche. Der Film ermöglicht einen außergewöhnlichen Blick auf die Täter- und die Opferseite im NS-Staat durch eine parallele Darstellung beider Wege.
 
Wir vom Kirchenkinoteam freuen uns, Ihnen diesen Film mit Lokalkolorit zeigen zu können und sind gespannt, mit Ihnen und Gerald Sander anschließend darüber ins Gespräch zu kommen.
 

27. September: Ich bin dein Mensch

 
Gast: Dr. Uwe Dittes 
 
In der reizvoll, romantischen Siencefiction-Komödie "Ich bin Dein Mensch" geht Maria Schrader Grenzfragen zwischen künstlicher Intelligenz und Menschlichkeit auf die Spur. Können Roboter auch lieben? - Es käme auf ein Experiment an! Genau einem solchen Experiment mit einem auf vorzüglicher Liebhaber programmierten Roboter folgt der Film, der immer wieder die Lachmuskeln strapaziert. Schon heute gibt es Experimente mit Robotern, die im Bereich Gespräche mit Demenzkranken und Beschäftigungstherapie eingesetzt werden sollen.
 

19. Juli: Augenblicke 2021

 
Starten werden wir am 19. Juli mit der 2021-er Ausgabe der Kurzfilmreihe  "Augenblicke": Unterhaltsam und besinnlich, liebenswürdig und gelegentlich ein bisschen böse: Kurzfilme dauern nur wenige Augenblicke. Und doch erzählen sie bewegende, manchmal erstaunliche Geschichten, stellen unbequeme Fragen, verblüffen unsere Wahrnehmung - und lenken unseren Blick auf existentielle oder soziale Themen.
 
 

2020

 

28. September: Hidden Figures - unerkannte Heldinnen

 
Gast:  Florence Brokowsky-Shekete
 
Im kalten Krieg zwischen USA und der Sowjetunion der 60-er Jahre findet der Wettlauf auch im All statt. Mitten in diesem Geschehen schenkt der Film seine Aufmerksamkeit unerkanntenen Heldinnen, die bis heute weitestgehend unbekannt geblieben sind. Die Zeit, in der in den USA Weiße und Scharze noch per Gesetz getrennt werden und Geschlechtergerechtigkeit noch ein Fremdwort ist, hält Überraschungen bereit, die auch heute aufmerken lassen. Drei schwarzen Frauen Katherine Johnson (Taraji P. Henson), Dorothy Vaughan (Octavia Spencer) und Mary Jackson (Janelle Monàe) sind die ersten Erfolge der NASA wesentlich mit zu verdanken.
 
Mit unserem Gast Florence Brokowsky-Shekete kamen wir im Anschluss ins Gespräch über ihre Erfahrungen hier bei uns und ihr Buch "Mist, die versteht mich ja".
 

13. Juli: Frosch im Schnabel

 
Gast:  Pfarrerin Anne Ressel 
 
Vier Wochen im Januar wird in der Citykirche Konkordien in Mannheim die Wohlstandsgesellschaft auf den Kopf gestellt: Täglich 500 Menschen in Not reich an Individualität. Mit vielen Ehrenamtlichen gemeinsam feiern sie Tag für Tag ein Fest der Herzlichkeit: Drei-Gänge-Menü auf Porzellantellern, freundliche Servicekräfte, ein Chor, Stilberatung, Friseur – und manchmal Rettung von der Straße oder vor dem Knast. Ein sensibler, berührender Dokumentarfilm.
 

27. Januar: Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

 
Gast: Petra Heilig
 
In einem Ort in Mazedonien wirft der Priester traditionell am Dreikönigstag ein gesegnetes Kreuz in das örtliche Gewässer. Gleichzeitig springen Hunderte Männer ins Wasser, um es wiederzufinden. Die Tradition sagt: Wer das Kreuz findet, erlangt ein Leben lang Glück und Wohlstand. - Was passiert in dieser Männerdömäne wohl, wenn dieses Kreuz von einer arbeitslosen Frau gefischt wird? - und: Was bedeutet das für die (oft männlichen) Bilder, die Menschen von Gott haben? - Schon im Filmtitel wird damit gespielt.  
 

2019

 

18. November: Stadt Land Fluss - musikalischer Streifzug mit bewegten Bildern und Klängen

 
Gast: Dr. Uwe Dittes
 
Sehen, Hören und Fühlen - ein musikalischer Streifzug mit bewegten Bildern und Klängen, bereichert durch Live-Musik: Von den Metropolen der Welt bis nach Ketsch. Durch heimische Gärten, Felder und Wiesen hoch in die Berge. Dem Fluss des Wassers folgend von der Quelle bis ins Meer?
 
Der Künstler Dr. Uwe Dittes stand anschließend zum Austausch bereit.
 
 

30. September: Push - Für das Grundrecht auf Wohnen

 
Gast: Kerstin Schmid vom Caritasverband Rhein-Neckar-Kreis
 
Warum finden Menschen vor allem in Städten immer schwerer bezahlbare Wohnungen und werden verdrängt? Warum werden so die Wege zur Arbeit immer länger? Was macht es immer schwerer für das Grundrecht auf Wohnen einzutreten?
 
Der schwedische Filmemacher Fredrik Gerrten behandelt in seinem Dokumentarfilm diese Thematik. Er begleitet Leilani Farha die UN-Spezialreporterin für angemessenes Wohnen auf ihrer Recherchereise um die Welt.
 
Im Gespräch mit Kerstin Schmid vom Caritas Verband entdeckten wir die Sicht von Wohnungslosen auf das Thema.
 

15. Juli: Utoya

 
Gäste: Thomas Eisermann (Koordinator der Notfallseelsorge in Rhein-Neckar) und Dr. Angelika Treibel
 
Zwei Schwestern verbringen ein paar Ferientage auf der norwegischen Insel Utøya. Wegen eines Streits tauchen sie nicht gemeinsam beim Barbecue auf. 
Mit anderen Jugendlichen diskutiert sie das aktuelle politische Geschehen. Plötzlich fallen Schüsse. Sie verstecken sich im Wald. Die Schüsse verstummen nicht. Wo kommen die Schüsse her? Wer feuert sie ab? Warum? Wie gelingt es, die Hoffnung auf Rettung nicht zu verlieren? Was ist mit der Schwester? - Bewusst nimmt Eric Poppe mit dem Film, der ab 12 Jahren zugelassen ist, die Perspektive der Opfer dieses Anschlags ein und gibt ihnen damit Gewicht und eine Stimme.
 

13. Mai: Womit haben wir das verdient?

Gast: Flüchtlingsbauftragte von Ketsch Anne Ashour-Leidinger
 
Wenn eine pubertierende Tochter plötzlich verkündet, Muslima werden und ein Kopftuch tragen zu wollen, bietet das reichen Stoff für eine Filmkomödie. Der Film nutzt solche Chancen umfasend und bietet damit viel Gelegenheit zu lachen. Aber solche Fälle gibt es nicht nur im Film, sondern auch in der Realität.
 
Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Fiktion dieses Films und ihrer Sicht auf die Realität haben wir mit unserem Gast Anne Ashour-Leidinger, Flüchtlingsbeauftragte von Ketsch, gesprochen
 

18. März: Augenblicke 2019

Quelle: Augenblicke 2019

 
10 handverlesene Kurzfilme: Unterhaltsam und besinnlich, liebenswürdig und gelegentlich ein bisschen böse: Kurzfilme dauern nur wenige Augenblicke. Und doch erzählen sie bewegende, manchmal erstaunliche Geschichten, stellen unbequeme Fragen, verblüffen unsere Wahrnehmung - und lenke unseren Blick auf existentielle und soziale Themen. 
 

28. Januar: Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes

 
Gäste: Pfr. Andreas Maier (evang.) + Bruder Joaquin Garay OFM
 
Der Dokumentarfilm von Wim Wenders über Papst Franziskus lässt vor allem Franziskus selber sprechen. Franziskus antwortet auf Fragen von Menschen überall auf der Welt - von Arbeitern, Flüchtlingen, Kindern oder Gefängnisinsassen. So werden Themen wie Wirtschaft, Immigration, soziale Ungerechtigkeit, Familie und Glauben behandelt. Im anschließenden Gespräch mit dem Gast werfen wir einen evangelischen Blick auf den katholischen Papst. Hat dieser Papst beiden Konfessionen und vielleicht auch der Welt etwas zu sagen? - ggfs. was?
 
Gast: Pfr. Andreas Maier (evang.) + Bruder Joaquin Garay OFM
 

2018

 

19. November: Wir sind Juden aus Breslau

 
Gast: Karin Kaper Regisseurin Berlin 
 
Breslau war zwischen erstem und zweitem Weltkrieg die Stadt mit den drittmeisten Juden in Deutschland. Im Film geben Erzählungen von 14 Zeitzeugen Puzzlesteine für ein buntes Bild von Erfahrungen dieser Zeit. Exemplarisch berichten sie heutigen Jugendlichen aus ihrer Kindheit und Jugend. Damit stellt der Film Damaliges und Heutiges nebeneinander und in Kontakt. In einer Ambivalenz wird sowohl die Frage gestellt, "Wo war Gott in Auschwitz?" als auch (jüdischer) Gottesglaube als Kraft zum Überleben wahrgenommen. Der Film wird vom jüdischen Gebet um das Seelenheil der Verstorbenen 'Kaddisch' begleitet. - Was haben diese Zeitzeugen uns heute zu sagen? Ist Gottesglaube nach Auschwitz noch möglich?
 
 
 

24. September: Die Nacht der Nächte

 
Gast: Astrid Schrankl von der Ehe und Lebensberatungsstelle Mannheim
 
Wie geht das - eine lebenslange Beziehung? Welche Erkenntnisse können aus dem Praxistest von Paaren, die mehr als 55 Jahre das Leben geteilt haben, gewonnen werden? Welche einfachen aber urmenschliche Weisheiten entdecken solche Paare in verschiedenen Kontinenten für sich? Der Dokumentarfilm „Die Nacht der Nächte“ stellt vier solche Paare vor: ein indisches Ehepaar, das die Regeln des Kastensystems durchbrach, ein zwangsverheiratetes japanische Ehepaar, ein Nachkriegspaar aus dem Ruhrgebiet und zwei schwule Männer aus den USA, die nach jahrzehntelanger Beziehung endlich heiraten durften. 
 
 
 

16. Juli: Mary's Land

 
Gast: Pfarrer Erwin Bertsch
 
Dass es Gott als Vater, Sohn und Heiligem Geist gibt, setzt der Film voraus. Aber was passiert, wenn ein gewievte Agenten als des Teufels Advokaten versuchen herauszufinden, ob und wie Gott und Maria auf dieser Erde wirksam sind? Welche Rolle spielen dabei große Marienerscheinungsorte wie z.B. Guadalupe, Fatima, Lourdes und Medjugorje?
 
Pfarrer Erwin Bertsch, Leiter der Seelsorgeeinheit Brühl-Ketsch stand bereit zu Fragen zum Film, zur katholischen Marienverehrung und der Wirksamkeit Gottes auf Erden.
 

14. Mai: Die Lebenden reparieren

 
Gast: Dr. med. Thomas Kirschning, MHBA, D.E.S.A.
 
Leben retten scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein. Gilt das auch für Organtransplantation? Was bedeutet eine solche für beteiligte Menschen und deren Angehörige? Wie geht das angesichts der organisatorisch, technisch und medizinisch notwendigen Abläufe? Wie kann man mit der psychischen Anspannung in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit umgehen? - Diesen und vielen weiteren Fragen geht Regisseurin Katell Quillévéré in ihrer Romanverfilmung „Die Lebenden reparieren“ nach.
 
Dr. med. Thomas Kirschning ist in der Universitätsmedizin Mannheim Transplantationsbeauftragter und damit in Mannheim täglich mit all den Fragen befasst, die der Film aufzeigt. Auch die Fragen rund um Organspende konnten mit ihm besprochen werden.
 

19. März: Augenblicke 2018

10 handverlesene Kurzfilme: Unterhaltsam und besinnlich, liebenswürdig und gelegentlich ein bisschen böse: Kurzfilme dauern nur wenige Augenblicke. Und doch erzählen sie bewegende, manchmal erstaunliche Geschichten, stellen unbequeme Fragen, verblüffen unsere Wahrnehmung - und lenke unseren Blick auf existentielle und soziale Themen.
 

29. Januar: Das ist unser Land - Wem gehört ein Land?

Gast: Monika Platini
 
Die alleinerziehende Krankenschwester Pauline (Émilie Dequenne) in der französischen Provinz bekommt ein attraktives Angebot, sich politisch für Benachteiligte zu engagieren. Nach anfänglichen Widerstreben lässt sie sich darauf ein und im politischen Kampf kommt eins zum anderen.
 
Monika Platini hat viele Jahre in Frankreich gelebt, ist mit einem Franzosen verheiratet und ist engagiert in der Partnerschaft Ketsch - Trélazé
 

2017

 

06. November: "Sing it loud" - Luthers Erben in Tansania

Gast: Julia Irene Peters (Regisseurin)
 
Ein rennomierter Chorwettbewerb in Tansania bringt seit Jahrzehnten jedes Jahr 1.500 Chöre zu einem Wettsingen zusammen, Auf dem Weg zu dieser Auswahl begleitet der Dokumentarfilm einige Personen, die Einblick in die Lebenswelt von Bauern, KFZ-Mechanikern und anderen Menschen in Tansania geben. Der Streifen zeigt eine positive und fröhliche Seite von Tansania.
 
 
 

25. September: 24 Wochen - und was jetzt?

Gast: Sabine Wessely
 
Astrid ist Kabarettistin und mit ihrem Manager Markus liiert. Beide haben zusammen ein Kind. Als Astrid mit ihrem zweiten Kind im sechsten Monat schwanger ist, erfährt das Paar bei einer Routineuntersuchung, dass ihr ungeborenes Kind mit dem Down-Syndrom zur Welt kommen wird. Das Paar steht vor Entscheidungen, um die zunächst gerungen wird. Gespräche mit Ärzten und einer Hebamme wirken sehr authentisch. So bekommt „24 Wochen“ fast schon dokumentarische Qualitäten. Der Streifen hat einige Auszeichnungen erhalten.
 
Sabine Wessely arbeitet in Mannheim beim Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) in der Informations- und Vernetzungsstelle Pränataldiagnostik. Damit ist sie eine ausgewiesene Fachfrau für die Fragen, welche der Film aufwirft. Aber auch als Mitarbeiterin einer katholischen Institution stand sie zum Gespräch bereit.
 
 

03. Juli: Storm und der verbotene Brief

Gast: Michael Landgraf (Autor und Theologe)
 
Der Film führt zurück in die Zeit der Reformation. Im mittelalterlichen Antwerpen wird der 12-jährige Storm in ein aufregendes Abenteuer verwickelt,als sein Vater Klaas den Auftrag erhält, in seiner Druckerei einen Brief von Martin Luther zu drucken. Es dauert nicht lange, da wird Klaas auf frischer Tat ertappt und Storms Leben wird über Nacht auf den Kopf gestellt. Storm gerät zwischen die Fronten und flieht mit der Druckplatte des verbotenen Briefs. Was als abenteuerliche Flucht beginnt, wird zu einem tapferen Kampf um die Freiheit.
 
Der historischer Roman „Der Protestant“, der in der Kurpfalz spielt, ist zu einem großen Publikumserfolg geworden. Michael Landgraf ist außerdem Vorsitzender des Schriftstellerverbandes Rheinland-Pfalz und Reformationsbotschafter der Stadt Neustadt. Humorvoll und kompetent bringt er geschichtliche Zusammenhänge immer wieder an ein begeistertes Publikum heran.
 

15. Mai: Captain fantastic - Einmal Wildnis und zurück

Gast: Peter Schneider (Erziehungsberater)
 
Der Film führt hinaus in die Freiheit der Wildnis und zeigt auf amüsante Art ein Modell naturnaher humanistischer Erziehung. Durch einen Schicksalsschlag wird diese eigene Welt mit den fernen Zwänge der Westlichen Welt konfrontiert. So stellen sich viele Fragen bezüglich einer rechten Erziehung, den Werten, welche diese verfolgen soll, und wie naturverbundener Humanismus und Christentum zueinander stehen.
 

13. März: Augenblicke 2017

Elf handverlesene Kurzfilme präsentiert das Kirchenkino im Central in Ketsch. Die Auswahl "Augenblicke 2017" führt nach Israel, in verschiedene Situationen von Partnerschhaft und Familie, bietet Animationsfilme und skurrile Situationen aber auch erlösende GeschenkeManche Filme bringen ihre Aussage in wenigen Minuten auf den Punkt. Andere brauchen ein paar Minuten länger.
 

30. Januar: Der Zyklus der Elemente

Gast: Dr. Uwe Dittes (Urheber und Komponist dieser besonderen Show)
 
Schon seit den Ursprüngen der Menschheit faszinieren die vier Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erde. Dieser Film zeigt in bewegten Bildern die verschiedenen Facetten der vier Elemente:  Von Ketsch im Nebel bis zu den schönen Stränden Südenglands. Von Feuer und Flamme bis zur Geschichte der Schöpfung dieser Erde.
 
Untermalt wurden diese visuellen Eindrücke durch Live-Musik: Mal ruhig und besinnlich, mal pulsierend und lebendig.
 
 
 

2016

 

7. November: Athos - Im Jenseits dieser Welt

Gast: Erzpriester Dr. Georgios Basioudis
 
Auch Frauen gewährt der Film Einblicke in die einzige Mönchsrepublik der Welt mit über 2000 Mönchen. Im Norden der Halbinsel Chalkidiki ragt der Berg Athos mit 2033 Metern über der Ägäis. Maximal 10 Arbeiter und Pilger / Tag erhalten ein Visum in das autonome rein männliche Gebiet, das nur 100 km vom Flughafen Thessaloniki entfernt liegt. In loser Folge wird der Lebensinhalt der Mönche gezeigt: Dieser besteht vor allem aus Beten, Gartenarbeit und Bibellektüre. Aufgelockert wird der Rhythmus durch gelegentliche Besteigungen des Berg Athos. Solche Beobachtungen geben Ansätze, um nach Motivation und Lebensidee der Mönche zu fragen.
 
Wo liegen die Geheimnisse dieser Republik? Wie lebt es sich dort? Wofür braucht es die Abgeschiedenheit? - Über diese und weitere Fragen konnten die Kinobesucher mit unserem Gast ins Gespräch kommen.
 
Zum Gast des Abends:   Erzpriester Dr. Georgios Basioudis ist Pfarrer der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde Mannheim und Umgebung mit ca. 5000 Mitgliedern. Die Gemeinde gehört zur Griechisch-Orthodoxen Metropole von Deutschland mit Sitz in Bonn (eine Diözese des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel). Basioudis ist in der Mannheimer Ökumene der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) sehr engagiert.
 

26. September: Seefeuer (Original: Fuocoamare)

Gast: Jürgen Blechinger
 
Die italienische Insel Lampedusa hat spätestens seit dem Papstbesuch dort eine große symbolische Bedeutung, die sie zwischenzeitlich durch die Balkanroute fast verloren hat. Mittlerweile hat die Mittelmeerroute wieder „Konjunktur“.
 
Zum ersten Mal wird bei der Berlinale ein Dokumentarfilm mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Als Dokumentarist stellt Gianfranco Rosi nur dar. Er zwängt dem Zuschauer keine Meinung auf. Damit entführt der Film „Seefeuer“ in die Welt der Fischer, die ungewollt zu Menschenfischern werden. Dargestellt wird diese Welt aus der Sicht des neunjährigen Fischerjungen Samuele.  -  Wie verändert sich sein Leben? Wie blicken Einheimische auf Flüchtlinge? Welche Verbindung gibt es zwischen der einheimischen Welt und der Welt der Flüchtlinge?
 
Jürgen Blechinger ist von Hause aus Jurist im Fachbereich Migration und Islamfragen des Evangelischen Oberkirchenrates und Referent für Migration und Flüchtlinge des Diakonischen Werks Baden. Ihm obliegt die Projektleitung der Projekte "Fit durch Interkulturelles Training" und "Vorbereitet ankommen in der neuen Heimat"
 

18. Juli: Der Wert des Menschen

Gast: Uwe Terhorst
 
Menschen ab 50 sind heute oft zu alt für die Karriere und zu jung für die Rente. Welche Folgen aber hat eine Arbeitslosigkeit für Menschen in diesem Alter? - Während andere mit 50 meinen, es geschafft zu haben und sich jetzt endlich etwas leisten zu können, können andere jetzt plötzlich übliche Rechnungen nicht mehr bezahlen. Wie wirkt sich das auf das Selbstwertgefühl aus? Welche Lösungen werden Menschen angeboten? Wie gehen sie damit um? Wie steht es um die Würde des Menschen und welcher Wert wird dieser Würde zugstanden? Im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes 2015 erlebte das sozialrealistisches Drama „Der Wert des Menschen“ von Stéphane Brizé seine Uraufführung. Es besticht durch das ausdrucksstarke Spiel des Hauptdarstellers Vincent Lindon.
 
Uwe Terhorst ist als erfahrener Arbeitnehmerseelsorger Kenner der auch in Politik und Wirtschaft beachteten Katholischen Soziallehre. Mit diesen Kriterien im Hintergrund hat er schon viele Auseinandersetzungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern im Rhein-Neckar-Gebiet begleitet und ist für ein christliches Menschenbild eingetreten.
 

09. Mai: Grüße aus Fukushima

Gast: Lukas Rey
 
Sowohl Naturkatastrophen als auch biografische Krisen hinterlassen so manche Trümmer. In diesen gilt es sich neu zu Recht zu finden. - Wie können dabei interkulturelle Begegnungen helfen? Welche neuen Perspektiven auf das Leben eröffnen solche Begegnungen? Welchen Sinn kann Spiritualität stiften?
Aber auch viele wirtschaftliche und politische Fragen wirft der Film auf, die auch fünf Jahre danach noch nicht beantwortet sind.
 
Lukas Rey hat ein Jahr in Sendai (ca. 100 km nördlich von Fukushima) Geografie und Geschichte studiert. Ein Schwerpunkt seiner Studien war der Umgang mit Katastrophen wie z.B. das Erdbeben von 2011 in Japan. Er hatte auch mehrfach Gelegenheit mit betroffenen Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen.
 

14. März: Augenblicke 2016

Unter dem Titel „Augenblicke 2016“ präsentiert das Kino Central in Ketsch in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz ausgewählte und preisgekrönte Kurzfilme. Manche Filme bringen ihre Aussage in wenigen Minuten auf den Punkt. Andere brauchen ein paar Minuten länger. Die Themen sind mitten aus dem Leben gegriffen.
 

25. Januar: Dein Weg

Pilgern auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela ist schon fast Mode geworden. Spätestens seit dem Erfolgsbuch von Hape Kerkeling machen sich immer mehr Menschen auf diese wohl berühmteste Wallfahrt in die nordspanische Stadt. Viele haben ein direktes Anliegen. So ist es auch  bei dem erfolgreichen Augenarzt Tom in dem amerikanisch-spanischen Spielfilm von Emilio Estevez. Der Regisseur schickt den trauernden Vater auf Pilgerreise mit teilweise skurrilem Humor und ohne Gefühlsduselei.
 

2015

 

16. November: The Forcaster

Gast: Dirk Müller
 
Die Dokumentation von Marcus Vetter portraitiert den US-Finanzberater Martin Armstrong, der unter anderem die großen Börsencrashs vorausgesagt hatte. 1999 wurde Armstrong verhaftet und kam für 12 Jahre ins Gefängnis. Ohne Prozess, weil er unbequem und für bestimmte Wirtschaft- und Politikkreise gefährlich war, behauptet der Film. Der Film spricht vom größten Finanzskandal des 20. Jahrhunderts.

Dirk Müller ist Börsenmakler und Buchautor. Der als Mr. DAX bekannt gewordene Reilinger ist ein geschätzter Experte in Börsenfragen und steht der Entwicklung als Mitglied der Finanzethos GmBH auch immer wieder kritisch gegenüber.
 

28. September: Verfehlung

Gast: Thomas Mann
 
Gerade im Begriff die kirchliche Karriereleiter hinaufzuklettern wird Jakob durch einen Priesterfreund und eine unglaubliche Geschichte ausgebremst. Ist etwas dran an den Vorwürfen? Werden hier unhaltbare Vorurteile gegen Kirche gepflegt? Was soll ich denken und wie soll ich mich verhalten? – Wie gehen Kirche und Justiz mit all den Fragen um? Welche Dynamik entfaltet sich im System Kirche und welche in den einzelnen Protagonisten? – All diese Fragen greift der Drehbuchautor und Regisseur Gerd Schneider auf, der einst selber auf dem Weg zum  Priesterberuf war, jetzt aber mit Filmen sein Geld verdient. Entstanden ist daraus ein differenzierter Film ohne Feindbilder. Fragen um Loyalität, Schuld und Glauben, die jeden betreffen, werden hier gezeigt und nicht unter den Teppich gefegt.
 
Thomas Mann (46) war während des Missbrauchsskandals und ist im Bistum Speyer als Schulrat zuständig für die kirchlichen Schulen und war und ist dort mit der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle betraut. In seiner Jugend hat er selber eine kirchliche Schule besucht, die von Herz-Jesu-Missionaren geleitet wurde. Er kennt das Thema und die Menschen, die davon betroffen sind auf beiden Seiten. In Speyer ist er für die Präventionsmaßnahmen der katholischen Diözese zuständig.
 

20. Juli: The Cut

Gäste: ARD-Türkei –Korrespondent Thomas Bormann und die Historikerin Annette Lui (Istanbul)
 
In diesem Jahr war der Völkermord an den Armeniern immer wieder Diskussionsthema bis in den Bundestag hinein. Der Grund: Im April war 100. Jahrestag des Genozids, den die Türkei nach wie vor nicht als solchen bezeichnet haben will.
 
Der türkisch-deutsche Filmemacher Fatih Akin hat das Thema in seinem Spielfilm The Cut verarbeitet. Er schildert das Schicksal eines Vaters und seiner Töchter. Der bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgeführte Streifen zeigt, wie politische Entscheidungen das Private beeinflussen, das Leben der Menschen bestimmen. Die Familie des armenischen Schmieds Nazaret Manoogian gerät in den Strudel der Ereignisse. Nazaret überlebt Verschleppung und Zwangsarbeit und muss bis nach Amerika, um seine Töchter wieder zu finden.
 
Der ARD-Hörfunkkorrespondent Thomas Bormann berichtet seit  Jahren von Istanbul aus über die Türkei und Griechenland. Er war auch bei der Premiere des Films The Cut in Istanbul dabei. Der 56-Jährige, der am Anfang seines Berufslebens mehrere Jahre Reporter im SWR-Studio Mannheim war, ist ein kundiger Beobachter der türkischen Politik und kann über die Stimmungen in der Türkei berichten.
 
Annette Lui ist Historikerin und lebt zusammen mit ihrem Mann Thomas Bormann und zwei Kindern in Istanbul. Die gebürtige Pfälzerin ist eine Kennerin der türkischen Geschichte und engagiert sich seit vielen Jahren in der Flüchtlingsarbeit.
 

18. Mai: Das Salz der Erde

Der mittlerweile 70-jährige weltberühmte brasilianische Sozial- und Pressefotograf Sebastião Salgado hat ein Leben lang nicht nur fotografiert. Er hat mit den Menschen, die er fotografierte, auch mitgefühlt und mitgelitten. Wie kein anderer legt er Zeugnis ab vom menschlichen Leid. Seine manchmal rauen Schwarz-Weiß-Bilder von den Krisengebieten der Welt, etwa der Hungerkatastrophe in der Sahel Zone, dem Genozid in Ruanda oder den Arbeitsbedingungen in einer brasilianischen Goldmine gingen um die Welt. An seiner Belastungsgrenze angekommen, zog Salgado einen Schlussstrich und rückte ganz neue Themen in den Blick seiner fotografischen Arbeit. Fotos von Fauna, Flora und Umweltschutz und ein hoffnungsvolles Projekt geben in seinem Leben eine neue Perspektive.
 
Der Film ist ein intensives Porträt und eine Hommage an diesen Meisterfotografen aus der Sicht seines Sohnes Juliano und seines Bewunderers Wim Wenders. Auch Fotoliebhaber kommen in diesem Film auf ihre Kosten.
 
Im Anschluss an den Film hat Doris Steinbeißer dieses Mal die drei Theologen des Kirchenkinoteams (Pfr. Christian Noeske, Gemeindereferent Heiko Wunderling und Pastoralreferent Matthias Rey) in ihrer Moderation herausgefordert, mit dem Publikum auf die Suche nach Spuren Gottes im Leid der Welt zu gehen. 
 

23. März: Augenblicke 2015

Unter dem Titel „Augenblicke2015“ präsentiert das Kino Central in Ketsch in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz ausgewählte und preisgekrönte Kurzfilme. Manche Filme bringen ihre Aussage in weniger als einer Minute auf den Punkt. Andere brauen ein paar Minuten länger. Die Themen sind mitten aus dem Leben gegriffen. 
 
Als Gäste begrüßten wir dieses Mal mal Dominik Gehringer vom Auswahlkomitee der Deutschen Bischofskonferenz für diese Kurzfilmreihe und den Behindertenbeauftragten der Stadt Schwetzingen Stefan Krusche. Mit letzterem kamen wir vor allem über den Film "Butterfly Circus" ins Gespräch. Welche Chancen gibt es bei uns, dass behinderte Menschen mit ihren besonderen Fähigkeiten ihren Platz finden?
 

26. Januar: Honig im Kopf

Denken und Erinnern wird zähflüssig und gelingt nicht mehr in der gewohnten Weise. In einem schleichenden Prozess versucht man zu verhindern, dass andere es merken. Irgendwann bleibt es aber nicht verborgen. An dieser Stelle setzt der Film „Honig im Kopf“ mit den bekannten Schauspielern Dieter Hallervorden und Til Schweiger ein.
 
Die junge Tilda (Emma Schweiger) liebt ihren Großvater Amandus (Hallervorden) über alles. Der Vater von Tilda, hält es für das Beste, seinen Vater in Betreuung zu geben. Doch die elfjährige Tilda akzeptiert diese Entscheidung keineswegs und brennt mit ihm durch. Daraus entwickelt sich eine bewegende und auch lustige Geschichte, die einige Schlaglichter auf die Volkskrankheit Demenz wirft.
 
Eingeladen zu diesem Abend war Frau Antonia Scheib-Berten von der Herzwerkstatt in Weinheim. Seit vielen Jahren arbeitet sie in verschiedenen Funktionen als Therapeutin mit dementen Menschen und ihren Angehörigen und kennt viele Situationen. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist der Blick auf die Auswirkungen der Krankheit Alzheimer auf das Gefüge der Partnerschaft. Dazu hat sie das Buch "Bis dass der Tod uns scheidet? Alzheimer-Lieben" geschrieben, das sie an dem Abend auch mitbringt.
 

2014

 

24. November: Staudamm

Wie nach einem Verbrechen weiter leben?
 
Über fünf Jahre ist es her, dass der Amoklauf von Winnenden Schlagzeilen machte und viele Fragen aufgeworfen hat. Einfache Antworten gibt es auf diese Fragen nicht. Dennoch setzt der Film „Staudamm“ sich mit dem Unsagbaren des Themas auseinander. Kritiken loben die nüchterne und indirekte Art der Annäherung, welche  die Ereignisse vor allem über deren Folgen zu erfassen sucht. So ist der Film bereits ab 12 Jahren freigeben. Dabei haben sich die Drehbuchautoren Thomas Sieben („Distanz“) und Christian Lyra („Add A Friend“, „Jasmin“) bei ihren Recherchen auch intensiv mit ähnlichen Ereignissen in Erfurt und anderswo auseinandergesetzt. Das kommt dem Film zugute und macht ihn über Winnenden hinaus sehenswert.
 
So wurde ihm beim Berlin Festival 2013 der Preis der Ökumenischen Jury verliehen.
 
Dennoch bleiben die Fragen danach, wie Betroffene und Hinterbliebene mit ihren Erlebnissen und ihrem Verlust weiter leben können.
 
Die Angehörigen der Opfer dieses Verbrechens schlossen sich kurz nach der Tat zum Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden zusammen, das am 18. November 2009 in die Stiftung gegen Gewalt an Schulen überführt wurde.
 
Frau Gisela Mayer von dieser Stiftung war beim Kirchenkino im Central zu Gast. Sie hat nach dem Abspann die Arbeit der Stiftung vorgestellt und stand für das Gespräch mit dem Publikum und Kirchenvertretern bereit. 
 

26. September: Lauf Junge Lauf

Kino gelingt es immer wieder, einen mit auf eine Zeitreise zu nehmen. Die letzten Jahre des 2. Weltkriegs sind dabei sicher nicht das schönste Ziel einer Zeitreise, aber der Zuschauer des Streifens „Lauf Junge Lauf“ wird mit einem heftigen aber ermutigenden Überlebenskampf belohnt. 
 
Der Dokumentarfilmer Pepe Danquart inszeniert hier den Ausschnitt der Lebensgeschichte von Yoram Friedman, der nach seiner Flucht aus dem Warschauer Ghetto quer durch Polen viele menschliche Abenteuer erleben muss. Mit viel Gefühl und Menschlichkeit wird diese Geschichte erzählt, die viele Fragen aufwirft: Ist der Wald Schutz oder Gefahr? Wer ist Freund und wer Feind? Wie wandelt sich dieses Schwarzweißbild manchmal schneller als man schauen kann? Wie wesentlich für Identität und Überleben ist die Religionszugehörigkeit? – ein in Freud und Leid mitreißender Film, der einen trotz allem hoffnungsvoll zurücklässt.
 
An dem Abend war die erste Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Mannheim Frau Maitek-Drzevitzky zu Gast. Als Jüdin sah sie den Film mit anderen Augen und kann auch von der einen oder anderen Geschichte von Holocaustüberlebenden berichten.
 

14. Juli: zum 10-jährigen Kirchenkino - Jubiläum: watermark

Die Wunder des Lebens sind ohne Wasser weder denkbar noch möglich. Über 70 % unserer Erde ist mit Wasser bedeckt. Aber auch in der Luft und in den Körpern aller Lebewesen ist Wasser zu einem hohen Anteil vertreten.
 
Der ästhetisch faszinierende Dokumentarfilm ‚watermark‘ in Regie von Jennifer Baichwal, Edward Burtynsky beschäftigt sich mit der Frage, wie Wasser den Menschen und umgekehrt der Mensch das Wasser formt.
 
Beeindruckende Bilder und Szenen führen den Zuschauer zu Wasserschauspielen und Spuren von Wasser rund um den Globus. Der Film lässt viele Fragen rund ums Wasser aber bewusst offen: Was passiert, wenn immer größere Wasserrückhaltesysteme immer mehr Menschen versorgen? Wer bekommt unter welchen Bedingungen vermeintlich selbstverständliches Trinkwasser? Welche (politischen) Aktivitäten braucht es, damit alle Menschen zu Wasser kommen? Was bedeutet Wasser in der Religion?
 
Ella Monden war zu Gast. Das Netzwerk Viva con Aqua setzt sich unter dem Motto "Alle für Wasser - Wasser für alle" weltweit für Zugang zu Trinkwasser ein. Ella Monden stand bereit, mit uns über die Fragen, die der Film aufwarf, zu sprechen. Sie stellte die Arbeit von Viva con Aqua vor.
 

26. Mai: The Broken Circle

von Felix Van Groeningen, der für seinen gut unterstützenden Soundtrack gelobt wird.
 
Liebe überwindet oft Grenzen und eröffnet den Partnern neue Möglichkeiten nicht nur in Bezug auf eigene Kinder. Was aber passiert, wenn Schicksalsschläge diese Kreise stören? Was hilft zur Krisenbewältigung? Welche Beiträge kann der Glaube leisten? Oder stört Glaube in der Krise sogar? Diesen und ähnlichen Fragen stellte sich das Ketscher Kirchenkino .
 
Im Anschluß war Frau Ursula Demmer vom Kinderhospiz Sterntaler zu Gast. Sie konnte aufgrund ihrer Erfahrung im Kinderhospitzbereich gut zu dem Film Stellung nehmen und auch von ihrer eigenen Arbeit in Dudenhofen berichten.
 

24. März: Aus dem Leben eines Schrottsammlers

Was bewegt Roma-Familien in Rumänien und hier?
 
Europaweit wird an Stammtischen und in der Politik über Migranten diskutiert. Zur Zeit zerreißen sich manche die Mäuler über Bulgaren und Roma. Wer spricht eigentlich nicht nur über, sondern mit den betroffenen Menschen? 
 
Der Film „Aus dem Leben eines Schrottsammlers“ leistet dies in beeindruckender und ungeschönter Weise. In der Berlinale 2013 erhielt Danis Tanovics außergewöhnliches Drama den Großen Preis der Jury und den Preis für den besten Hauptdarsteller.
Als Gast stand nach dem Film der langjährige Seelsorger für Sinti und Roma Hermann Rütermann zur Verfügung. Er ist Initiator und Betreiber der Kulturbrücken Jungbusch. Rütermann brachte Schrottsammler aus Mannheim zum Gespräch mit. Sie berichteten über Hintergründe und Folgen des Films. Nicht zuletzt gaben sie Einblicke in die Szene in Mannheim.
 

27. Januar: Augenblicke 2014

In der Kürze liegt die Würze - heißt ein gängiges Sprichwort. Dass dies auch für Filme seine Gültigkeit hat, beweisen seit mehr als 20 Jahren die „Augenblicke“. Unter diesem Titel präsentiert das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz ausgewählte und preisgekrönte Kurzfilme, die manchmal nur wenige Minuten, manchmal auch eine viertel Stunde lang sind. Auf unkonventionelle Weise beschäftigen Sie sich mit ganz unterschiedlichen Themen. Zehn Kurzfilme sind esl: Spielfilme, Animationsfilme, poetische, humoristische oder auch schockierende kleine Kunstwerke. Nach der Vorführung konnten die Besucher mit einem Mitglied der Auswahljury diskutieren. Dominik Gehringer, bis vergangenes Jahr Gemeindeassistent in Brühl und einer der Gestalter des Ketscher Kirchenkinos, ist Rede und Antwort gestanden.
 

2013

 

04. November: Das Mädchen Wadjda

Der Wunsch nach einem Fahrrrad als Traum von der Freiheit.
 
Wadjda ist zehn Jahre alt und wünscht sich nichts sehnlicher als das grüne Fahrrard, dass sie in einem Laden ihrer Heimatstadt gesehen hat. Wäre kein großes Problem, wenn das Mädchen nicht in Riad, der Hauptstadt von Saudi-Arabien, leben würde und dort Rad fahren dem "schwachen Geschlecht" als unziemlich verboten wäre, ebenso wie Auto fahren. Wadjdas Eltern geben ihrer Tochter also kein Geld für das heiß ersehnte Fahrrad. Das Mädchen gibt aber nicht einfach klein bei, sondern findet Wege, die sie der Erfüllung ihres Traums näher bringen. "Das Mädchen Wadjda" erzählt diese Geschichte und gibt dabei Einblicke in den Alltag der Menschen in Saudi-Arabien, wo Tradition und Moderne im Zusammenleben von Männern und Frauen hart aufeinander treffen. 
 
Die Kritik bezeichnete den Film von Haifaa Al Mansour  als kleine Sensation.  Er ist nicht nur der erste Spielfilm, der in Saudi-Arabien gedreht wurde, sondern auch noch von einer saudischen Regisseurin.
 
Zu Gast war:
Esther Saoub, geboren 1969 in Stuttgart, studierte Literaturwissenschaft, Islamwissenschaft und Judaistik in Berlin und Damaskus. Freie Reporterin für ARD und ARTE in der SWR Fernsehredaktion Ausland und Europa, Schwerpunkt: Berichte aus Naost. Von 2006 bis 2011 leitete Esther Saoub das ARD Hörfunkstudio in Kairo. Sie berichtete aus Ägypten, Libanon, Sudan, Jemen und Saudi-Arabien, reiste unmittelbar nach dem Krieg 2009 in den Gazastreifen, begleitete die Unabhhängigkeit des Südsudan und war dabei, als die Ägypter ihren Präsidenten zu Fall brachten und in Libyen die Rebellen aufstanden. Esther Saoub spricht Hebräisch und fließend Arabisch. Seit den frühen 90er Jahren bereist sie den nahen Osten.
Nach dem Magisterabschluss volontierte sie beim SDR beziehungsweise SWR in Stuttgart und Baden-Baden. Anschließend arbeitete sie als freie Redakteurin für die Redaktion Zentrale Information und Landeskultur im SWR Hörfunk. Von August 2011 bis Herbst 2012 war sie Redakteurin in der Fachredaktion Religion, Kirche und Gesellschaft. Die Journalistin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Stuttgart.
 

15. Juli: Hyde Park am Hudson

Wir schreiben das Jahr 1939. Während Hitler in Deutschland den Krieg vorbereitet, erholt sich  Amerika nach langer Depression. US-Präsident Franklin D. Roosevelt ist in seiner zweiten von insgesamt vier Amtszeiten und verbringt viel Zeit auf dem Landsitz seiner Mutter in Hyde Park am Hudson. Dort hat sich im Juni königlicher Besuch aus London angesagt. König Georg VI kommt für ein Wochenende mit seiner Gemahlin als erster britischer Monarch offiziell in die Vereinigten Staaten. Ein weiterer Gast zu dieser Zeit ist Roosevelts entfernte Cousine und Geliebte Daisy. Der Film von Regisseur Roger Michell beschreibt nun aus ihrer Sicht auf leichte, aber dennoch tiefgründige Weise dieses turbulente Wochenende im schicksalhaften Jahr 1939. Der Zuschauer begegnet zwei Männern, die Weltpolitik machten, auf wunderbare menschliche Art. Da ist der nach einer Kinderlähmung gehbehinderte Präsident und da ist der stotternde König. Der eine, ein zupackender älterer Amerikaner, der andere, ein junger, an sich zweifelnder Brite. Lockerheit und Etikette prallen aufeinander, zum Beispiel als der König beim Picknick Hot Dogs serviert bekommt. Ernsthafte Gespräche über die drohende politische Eskalation und private Unterhaltungen wechseln sich kurzweilig ab. Ein Film, der beschreibt, wie durch Charme und Leichtigkeit Differenzen  überwunden werden können und wie Gegensätzliches zueinander finden kann.

Bill Murray, bekannt aus Filmen wie „Und täglich grüßt das Murmeltier" oder „Lost in Translation" brilliert als Franklin D. Roosevelt.
 

18. März: Liebe von Michael Haneke

Kritiker und Publikum sind sich einig: „Liebe" von Michael Haneke ist ein großartiger und zu tiefst bewegender Film. Schon bei der Uraufführung in Cannes galt er als Mitfavorit für den Hauptpreis und bei der Oscar-Verleihung im Februar wurde er zum besten nicht englischsprachigen Film gekürt.
 
„Liebe" beschreibt das Leben eines älteren Ehepaares. Er, dargestellt von Jean-Louis Trintignant, ist emeritierter Musik-Professor, seine Frau gespielt von Emmanuelle Riva, Klavierlehrerin. Beide sind gebildet, kunstsinnig und kultiviert. Doch eines Tages erleidet Anne, so der Name der Frau, einen Schlaganfall. Der Film beschreibt wie sich der Alltag der beiden verändert, wie sie und ihre Tochter mit dieser völlig neuen und schwierigen Situation umgehen und letztlich an ihr scheitern. Der Film greift ein aktuelles und aufwühlendes Thema auf und bringt mit herausragenden Schauspielern eine Situation auf die Leinwand, die für immer mehr Menschen alltägliche Realität ist.
 
Für das anschließende Gespräch konnte Frau Anne Arend-Schulten aus Brühl gewonnen werden. Sie berät und begleitet Menschen in komplexen Entscheidungssituationen, die ihre Angehörigen pflegen. Die examinierte Krankenschwester, Fachkraft für Palliative Care und Gestalttherapeutin ist Mitglied im „Netzwerk Brühl / Rohrhof" und  im „Forum Pflegende Angehörige Schwetzingen". Mit über 25 jähriger Erfahrung in der Pflege hat sie ein EKIP-Konzept nach dem Motto "Wer pflegt, muss sich pflegen" entwickelt.
 

28. Januar: Augenblicke 2013

Am 28. Januar wurden Ihnen zwölf kleine, zum Teil preisgekrönte, Kunstwerke präsentiert. Es sind Kurzfilme ganz unterschiedlicher Genres und Inhalte, die das Sekretariat der Katholischen Bischofskonferenz wieder unter dem Titel AUGENBLICKE 2013 zusammengestellt hat. Kleine Spielfilme, aber auch Animationsfilme sind darunter, Komisches und Aufwühlendes. Es wurde Ihnen ein buntes Programm geboten, das zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln an­regte. In nicht einmal zwei Minuten erzählte zum Beispiel Yashli Alzandeh aus dem Iran eine ganze Familiengeschichte.
Den existentiellen Kampf zwischen einem Skateboarder und einer Ameise setzen drei Regisseure  in "Formic" in Szene und in dem Film „12 Jahre" wird die Beziehung zweier Hunde auf ungewöhnliche, aber auf humorige  Weise beendet. 
Der Kurzspielfilm "Wenn Bäume Puppen tragen" greift das Thema der rituelle Beschneidung von Mädchen auf. Die 7jährige Nabila lebt mit ihren Eltern in einer deutschen Großstadt. Trotz des europäischen Lebensstils der Familie reisen sie gemeinsam in ihre Heimat nach Afrika, um dort das Kind be­schneiden zu lassen.
 
Als Gast, für das Gespräch nach den "Augenblicken" konnten wir den Drehbuchautor, Romanschriftsteller und Regisseur Christoph von Zastrow gewinnen. Er hat das Skript für den preisgekrönten  Film „Wenn Bäume Puppen tragen" geschrieben und das Filmprojekt mit angeschoben. Der Film geht sehr achtsam an dieses wichtige Thema heran und polarisiert nicht mit plumpen Klischees und Bildern. Der Kurzfilm lässt viele Fragen offen. Umso besser, dass Christoph von Zastrow über die Hintergründe dieser Geschichte mit dem Publikum ins Gespräch gekommen ist.
 

2012

 

29. Oktober: Das Schwein von Gaza

Oder: Ein Borstenvieh und der israelisch-palästinensische Konflikt…
 
Ein palästinensischer Fischer fährt hinaus aufs Meer und fängt nur noch winzige Sardinen. Die Israelis haben seine Fanggebiete immer mehr eingeschränkt. Das ist der Ausgangspunkt von Silvain Estiblas Film »Das Schwein von Gaza«.
 
Wer eine schwere und konfliktreiche Tragödie erwartet, der täuscht sich. Denn der französische Regisseur erzählt eine wundervoll schräge Geschichte, die uns den israelisch-palästinensischen Konflikt in seiner Absurdität näher bringt.
 
Der Fischer Jafaar, der sonst vor allem Müll in seinen Netzen findet, fängt eines Tages nämlich ein vietnamesisches Hängebauchschwein. Das Tier ist wohl von irgendeinem Transportschiff gefallen. Für den Fischer ist dieser Fang ein echtes Problem. Erstens: wem geht schon ein Schwein ins Fischernetz? Und zweitens: Weder Palästinenser noch Juden essen Schweinefleisch. Aber Jafaar trifft die russisch- jüdische Siedlerin Yelena, die mit List auf israelischem Boden Sauen hält, und die den Eber aus dem Meer, oder vielmehr seinen Samen, ganz gut brauchen könnte. Es entwickelt sich eine Handlung voller Situationskomik. »Das Schwein von Gaza« ist ein unterhaltsamer Film mit ernstem Hintergrund. Der preisgekrönte Streifen zeigt die Auswirkungen politischer Verhältnisse auf den Alltag der Menschen mit humorvollem Blick.
 
Unser Gast war:
Für das Gespräch nach dem Film war es gelungen, einen bekannten Nah-Ost-Experten und preisgekrönten Journalisten zu gewinnen. Martin Durm, Redakteur bei SWR 2 und langjähriger Hörfunk-Korrespondent unter anderem in Kairo, hat erst wenige Wochen zuvor den Deutschen Radiopreis 2012 gewonnen für seine Reportage "Muamar l Gaddafi: Aufstieg und Fall eines Despoten". Als Reporter war Martin Durm immer wieder in Krisensituationen gerade im Nahen Osten eingesetzt und als ARD-Korrespondent mehrere Jahre in Kairo. Ketsch und seine Umgebung sind dem Journalisten übrigens nicht fremd. In seiner beruflichen Anfangszeit arbeitete er beim SWR, damals noch SDR, in Heidelberg und berichtete aus der Region.
 

23. Juni: Und wenn wir alle zusammenziehen?

Wenn die Kräfte schwinden, das Gedächtnis nachlässt und das bisherige Leben immer anstrengender wird, dann ziehen sich viele Menschen zurück, warten auf den irgendwann unumgänglichen Umzug ins Altersheim und den Tod. Nicht so Jeanne (Jane Fonda), ihr Mann Albert ( Pierre Richard) und die drei Freunde Annie (Geraldine Chaplin), Jean (Guy Bedos) und Claude (Claude Rich). Sie wollen kein langweiliges, fremdbestimmtes Leben im Alter akzeptieren und beschließen deshalb eine Wohngemeinschaft zu gründen. Als Helfer engagieren sie den deutschen Ethnologie-Studenten Dirk (Daniel Brühl), der aber nicht nur Wohltäter ist, sondern offenbar auch ein wissenschaftliches Interesse an dem freiwilligen Alters-Quintett hat. Seine Videokamera läuft überall.
 
Mit viel Humor beschreibt der Film das nicht immer einfache Zusammenleben der fünf Individualisten, er hält die traurigen und die komischen Seiten des Älterwerdens fest, zeigt wie viel Energie und Lebensfreude der letzte Lebensabschnitt in sich birgt, aber auch die Tücken und Gebrechen, die er mit sich bringen kann. Die grandiosen Schauspieler, allesamt Weltstars, machen die deutsch-französische Produktion zu einem besonderen Kinoerlebnis.
 
Der Film bietet viel Gesprächsstoff zum Thema Leben und Lebensformen in unserer immer älter werdenden Gesellschaft. Als Gesprächspartner kam deshalb Alexander Grünenwald aus Karlsruhe nach Ketsch ins Central Kino. Er ist Architekt und realisiert seit etlichen Jahren alternative Wohnprojekte im Rhein-Neckar-Kreis. Er berät Menschen im dritten Lebensabschnitt, wenn es um Fragen rund um generationenübergreifendes Wohnen geht. Zusammen mit Pfarrer Reinhard Kunkel und Gemeindeassistent Dominik Gehringer stand er Rede und Antwort und berichtete über seine Projekte. Der Abend wurde wieder von Doris Steinbeißer moderiert.
 

30. April: Augenblick 2012

Es gibt Filme, die sagen in fünf Minuten mehr aus und sind packender, als so mancher abendfüllende Streifen. Genau solche Kurzfilme fasst das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz einmal im Jahr zum Programm „Augenblicke"  zusammen, seit 20 Jahren mit zunehmendem Erfolg. Das ökumenische Kirchenkino zeigt diese besonderen „Augenblicke" am 30.April 2012 im Central in Ketsch.  Zwölf preisgekrönte Kurzfilme bearbeiten auf originelle Weise, mal heiter mal ernst, mal als Animation, mal als Mini-Spielfilm, die unterschiedlichsten Themen: Von Kinderspielen mit gefährlichem Werkszeug, über Bewältigung der Nazivergangenheit bis hin zu Homers Odyssee in sechs Minuten. 
Nach der Vorführung besteht dieses Mal die Gelegenheit nicht nur über die Filme, sondern auch über das Filmemachen zu sprechen. Das Kirchenkinoteam mit Gemeindeassistent Dominik Gehringer, Pfarrer Reinhard Kunkel und Moderatorin Doris Steinbeißer hat den Regisseur und Produzenten Uwe Greiner aus München eingeladen. Er hat bereits mehrere Preise als Produzent gewonnen und Regie bei dem prämierten Kurzfilm „Beinahe" geführt. Der Film schildert, wie sich zwei Menschen in der U-Bahn zufällig begegnen und zwei Unsichtbare plötzlich für einander sichtbar werden.
 

27. Februar: Ziemlich beste Freunde

Anschließend Gespräch mit Rollstuhlfahrern
 
Driss möchte eigentlich nur einen Stempel, der beweist, dass er sich um einen Job beworben hat. An der Stelle als Pfleger bei Philippe hat der junge Afrikaner, der gerade aus dem Gefängnis entlassen worden ist, keinerlei Interesse. Philippe ist seit einem Gleitschirmunfall vom Kopf abwärts gelähmt. Er ist reich, im Hof seines Pariser Stadthauses steht ein Masserati, er liebt die Kunst und ist genervt vom  Mitleid seiner Umwelt. Deshalb engagiert er den Mann aus der Vorstadt, dessen lockere freche Art ihn fasziniert.  Und zwischen den beiden ungleichen Männern entwickelt sich eine ganz besondere Freundschaft.
 
"Ziemlich beste Freunde" heißt der Film von  Eric Toledano und Olivier Nakache, der die Geschichte von Philippe und Driss nach einer wahren Begebenheit erzählt. Die intelligente und emotionale Komödie begeistert das Publikum. In Frankreich sahen bereits fast 20 Millionen Zuschauer den Streifen, in Deutschland sind es mehr als 2 Millionen Kinobesucher. 
Im anschließenden Gespräch geht es unter anderem um das Leben mit Behinderung, um Mitleid und ungezwungenes Miteinander von nicht Behinderten und Behinderten.
 
Mit dabei gewesen:  Hennes Lübbering und Joachim Schermuly. Hennes Lübbering sitzt seit 40 Jahren im Rollstuhl. Bei einem Badeunfall verletzte er sich an der Halswirbelsäule. Er ist vielfacher Goldmedaillengewinner bei diversen Paralympics im Rennrollstuhl und "Erfinder" des Heidelberger Rollstuhlmarathons. Joachim Schermuly ist mit Behinderung geboren, spielte früher aktiv Rollstuhl-Basketball und ist 1. Vorsitzender des Vereins "Heidelberger Rollstuhlmarathon". Mit Gemeindeassistent Dominik Gehringer, Pfarrer Reinhard Kunkel und dem Publikum sprachen sie über den Film und ihre eigenen Erfahrungen.  Moderiert wurde der Abend von Doris Steinbeißer.